Tobi Katze – Morgen ist leider auch noch ein Tag.

»Depressionen also, denke ich. Wo hab ich mir so was wohl eingefangen?«

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Wie sich eine Depression anfühlt, das weiss Tobi Katze genau. Sie beginnt bei nicht verschwinden wollenden Wäschebergen, die sich in der gesamten Wohnung quasi von selbst ausbreiten und endet bei einem körperlich bleiernen Zustand. Oft verbunden mit zu viel Alkohol, vor allem auf Partys, wahlweise aber auch alleine in der heimischen und heillos chaotischen Umgebung. Eine Art von Sinnlosigkeit macht sich breit, die der Autor mit viel Witz und Ironie beschreibt. So erhält man eine leichte Ahnung, wie sich die Krankheit anfühlen könnte. Allen Humor zum Trotz – überrannt hat Tobi Katze die Diagnose seines Arztes trotzdem.

Im Verlauf der Geschichte wirkt er oft überfordert, dabei spricht er mit dem Leser recht offen über sein „Handicap“. Nur wie er es seinen Eltern und Freunden beibringen soll, das macht ihm zu schaffen und versetzt ihn zunehmend in schlecht nachvollziehbare Gedankenstrudel. Ausführlich schildert er seine Empfindungen – mit allen Höhen und Tiefen. Und davon gibt es viele. Es überwiegen die Tiefen. Auch klar.

Ansich funktioniert das Buch gut. Aber wie schon erwähnt, die verwirrenden Gedankengänge des Protagonisten nehmen in der Geschichte an Häufigkeit zu und vermiesen mir ein bisschen den Spass am Lesen, weil ich ihnen schlecht folgen kann – und es irgendwann auch nicht mehr will und abschalte. Ich hatte zwischendurch das Gefühl, selbst runtergezogen zu werden. Vielleicht auch, weil man mit all diesem Hintergrundwissen anders über das Thema „Depressionen“ nachdenkt.

»Wenn man lacht, dann lassen die Menschen einen in Ruhe.«

Ich hatte mir das Buch unterhaltsamer vorgestellt. Nicht falsch verstehen – ich weiss um die Ernsthaftigkeit des Themas. Immerhin geht es hier um eine Erkrankung. Aber Titel und Untertitel („Irgendwie hatte ich von meiner Depression mehr erwartet“) suggerieren Humor. Es versprach komödiantischer zu sein, leider aber konnte ich nicht so oft lachen oder schmunzeln wie ich es mir gewünscht hätte. Was definitiv am Thema liegen muss und ich mich nur schwer in den Autoren hineinversetzen kann. Oder hätte ich das können müssen ohne selbst eine Betroffene zu sein? Ich schätze nicht. Depressionen sind für ahnungslose Nicht-Betroffene wohl ein Buch mit sieben Siegeln. Darüber zu lesen hat mir nicht wirklich geholfen, die Krankheit nachempfinden zu können – wobei man sich hier die Frage stellen muss: Wollte ich das überhaupt? Möchte ich wirklich einen Gefühlszustand nachvollziehen, der mich unendlich traurig machen wird? Keine Frage, das Gefühl der Leere bringt Herr Katze (heisst er wohl wirklich so?^^) sehr gut rüber, auch wenn es mir oft zu philosophisch klingt.

IMG_20160425_103339Im Großen und Ganzen habe ich es nicht bereut, mich so mit der Materie auseinandergesetzt zu haben. Der Anfang der Geschichte macht Spass, sie ist leicht zu lesen und verheißt spannend zu werden. Leider wird sie nach und nach schwergängiger und etwas zäh. Ich kann mir jedoch sehr gut vorstellen, dass das Buch Betroffenen Mut machen kann. Dass es nicht nur schwarz, sondern auch weiss gibt. Und ist das nicht die Hauptsache?


Song des Tages:
Atreyu – Blow

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Listen to your heart: Tschüss, Roxette.

Ich muss an dieser Stelle ein bisschen ausholen…

1992 hatte ich meinen ersten Musikcrush. Damals bekam ich von meinen Eltern eine MC geschenkt – „Tourism“ von Roxette, es machte sofort „klick“ und fortan schlug mein Herz für Marie und Per. Meine Eltern hatten damals ja keine Ahnung, was sie da in ihrer kleinen Tochter auslösten. Die Begeisterung für Musik war zwar vorher schon da, aber anders. Ab sofort tanzte ich durch mein Zimmer und sang lauthals die englischen Songs mit, verstand aber leider kein Wort. Mein Walkman (bin ich jetzt alt?!^^), wahlweise Discman, wurde mit Schwedenpop gefüttert und auch in der Schule konnte ich endlich mitreden, wenn es um Lieblingsmusik ging. Überall Roxette. In der Bravo, an meiner Wand, Artikel in Ordnern fein säuberlich abgeheftet. Und der Wunsch die Musiker live zu erleben stieg. Das aber sollte viele Jahre dauern. Entweder war ich noch zu jung, hatte kein Geld oder verpasste später den Ticketvorverkauf. Es mussten also CDs herhalten. „Crash!Boom!Bang! zum Beispiel. Ich war damals aber auch verrückt nach dem wunderbaren Song „June Afternoon“:

Zeitsprung: 2001 war es dann endlich soweit. Roxette in der Dortmunder Westfalenhalle! Ich war extra früh angereist, stand weit vorne und konnte mein Glück kaum fassen. Ganz in der Nähe des Künstler-Stegs, über den Marie und Per das Publikum erreichten. So nah, quasi zum Anfassen nah. Dieser Abend ließ mein kleines Fanherz springen. Zwei Stunden lang. Dann war alles vorbei und ich ein sehr glücklicher Mensch, dem nach langer Zeit ein langgehegter Wunsch erfüllt wurde. Und mein Ziel war natürlich ein weiteres Konzert mitzuerleben. Und zwar ganz bald.

Zeitsprung: 2002. Roxette geben ihre Trennung bekannt. Bei Marie Fredriksson wurde ein Gehirntumor diagnostiziert. Die Band wird auf Eis gelegt und niemand weiss, ob sie jemals wieder gemeinsam Musik machen können und werden. Nichtmals sie selbst. Viel wichtiger ist die Genesung der Sängerin, die ich so sehr verehrte. Was zunächst schockierte, schlug schnell in Verständnis um – die Sorge aber blieb.

Zeitsprung: 2009. Night of the proms. Sie sind zurück! Roxette geben ihr Comeback bekannt. Etwas mit dem kaum jemand gerechnet hatte. Per Gessle war bis dato mit seiner Band Gyllene Tider unterwegs und infolge der schweren Erkrankung Maries hatte ich irgendwie damit abgeschlossen sie als Duo wieder zu sehen. Umso größer war die Freude als zehn Jahre nach „Room Service“ (2001) erst „Travelling“ (2011) und danach „Charm School“ (2012) erschienen. Auch wenn beide Alben nicht mehr an die alten ganz großen Erfolge anknüpfen konnten, so war ich doch begeistert und erkannte die „alten“ Roxette wieder. Sie hatten zwar das Rad nicht neu erfunden, uns Fans aber nicht im Stich gelassen. Das zählte – und genau das erwartete man von den grundsympathischen Schweden.

Klar, dass sich hinter der „Firma“ Roxette ein gut gemanagtes Unternehmen verbirgte, das in den letzten Jahren sehr, sehr viel Geld verdient hat, trotzdem nahm man den beiden Hauptprotagonisten den Spass an der Musik ab. Die Freude auf Tour zu gehen, die Fans zu treffen war absolut ehrlich. Andererseits war es auch ein Zeichen, dass es Marie besser ging. Man sah ihr zwar an, dass die Jahre zuvor sehr viel Kraft gekostet hatten – doch trotz des gesundheitlichen Handicaps spielten Roxette ausverkaufte Welttourneen und schienen sich nicht zur Ruhe setzen zu wollen. Marie selbst versicherte damals in einem Interview, dass sie es liebt mit den Fans zu feiern und auf der Bühne zu stehen.

Zeitsprung: 2016. Daran hat sich nichts geändert. In diesem Jahr gibt es Roxette seit 30 Jahren. Und mit der Ankündigung ihrer „30th Anniversary Tour“ und eines neuen Albums war klar, dass sie noch viel vorhatten. Immer wieder aber vermittelten Fotos und Videos im Internet den Eindruck, dass Marie nicht fit genug für all die Strapazen war. Und es kam wie es kommen musste: Im April diesen Jahres sagt die Band ihre Jubiläums-Welttour ab. Marie hört auf den Rat ihrer Ärzte. Ein Schock. Mit dem Gedanken an 2002. Verbunden mit der Hoffnung, dass es nur eine weitere lange Pause sein könnte. Aber diesmal soll es endgültig sein. Marie und Per werden als Roxette keine Bühnen mehr bespielen. Es ist vorbei. Das neue Album „Good Karma“ erschien im Juni und ich rechne damit, dass es das letzte sein wird. Ein Fan respektiert das und freut sich weiterhin über die Musik, abschließen mit den guten musikalischen Zeiten und den vielen Erinnerungen muss man aber trotzdem. Und damit, dass das Konzert 2001 das einzige und letzte sein wird.

Über „Good Karma“ freue ich mich. Roxette sind um einiges leiser geworden. Maries Stimme klingt definitiv kraftloser als früher, ist aber trotzdem unverkennbar.

Roxette waren lange immer da und haben viele von uns begleitet. Aber jetzt ist es vorbei.
Es ist ein bisschen wie Abschied nehmen von meiner Jugend.

„It’s a bright June afternoon, it never gets dark.“

Song des Tages: The Strumbellas – Spirits

Berlin-Foodguide.

Ooooh, Berlin! Du kannst einfach alles – hast sogar an fast jeder Ecke gutes und günstiges Essen! Auch das ist einmalig und ist ein weiterer Grund, warum es mich – am liebsten mehrmals im Jahr – in diese besondere Stadt zieht. Der Nachteil ist, dass man viel ausprobieren muss, denn natürlich gibt es hier ein Überangebot. Aber kommt Zeit, kommt Lieblingsessen. Eine Auswahl habe ich hier zusammengestellt:

Habba Habba
Mitten auf dem Prenzlauer Berg liegt das Fast Food-Restaurant „Habba Habba“. Auffallend ist die kleine „Terrasse“ vor dem Imbiss, auf der man hervorragend sitzen und es sich gut gehen lassen kann. Besser noch als die Lage sind aber die frischen, selbstgemachten Falafel und Halloumis. Ich habe noch nie bessere gegessen. Dazu gibt es Granatapfel-Dressing und Tahina-Joghurt-Soße. Auch das weitere Angebot ist vielversprechend, hier wird alles frisch zubereitet und sehr geschmackvoll angerichtet. Weitere Pluspunkte sind das famose Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die Auswahl an veganen und vegetarischen Gerichten. Hin da!
Kastanienallee 15, 10435 Berlin
„Berlin-Foodguide.“ weiterlesen

{smell smoke, perfume, whisky and wine} Sunset Sons – Die Kantine, Köln (29.04.2016)

Dieses Konzert hatte ich so sehr herbeigesehnt!
Ich sah die Jungs zum ersten Mal im August 2015 auf dem Haldern Pop und war sofort schwer begeistert. Man muss dazu sagen, dass es damals im Spiegelzelt zum Bersten voll war und wir uns deshalb draußen vor der Leinwand niederließen. Es war ein lauer Sommerabend, wir saßen auf Decken zwischen hunderten anderer Besucher und die Stimmung war gelöst. Stücke der Sunset Sons in Verbindung mit Sonnenuntergängen, Sommer und Natur, das passte einfach. Hinzu kam, dass man den Sunset Sons nicht nur gerne zuHÖRTe. 🙂 Alles an diesem Abend war so ziemlich perfekt – ich war infiziert, deckte mich mit den bisher erschienenen EPs ein und konnte mich an Weihnachten über das langersehnte Ticket zur Tour freuen.

Und jetzt war es endlich soweit: Mein zweites Mal Sunset Sons – kurz nach dem Erscheinen ihres Debütalbums „Very Rarely Say Die“. In der Kantine in Köln versammeln sich also einige Horden Mädels (und ein paar Männer ;)) und warten auf die britisch-australische Rockband. „Rockband“ war bis dato allerdings nicht unbedingt der Begriff, mit dem ich die Sunset Sons umschrieben hätte, vielmehr war es der Vergleich mit den Kings Of Leon. Dieser Abend sollte mich jedoch eines besseren belehren. Nach den ersten wenigen Songs muss man nämlich anerkennen, dass sich hinter der „Surferboy-Fassade“ einiges an Rock’n’Roll verbirgt. Ich bin positiv überrascht von dem, was sich in der kleinen Halle abspielt. Rory Williams und seine Männer erinnern jetzt nur noch entfernt und höchstens an die frühen Kings Of Leon. Und sie spielen all die Titel, die ich schon im letzten Jahr so gefeiert habe. Da wären zum Beispiel „Medicine“, „Remember“ und „She Wants“. Alles eingängige Songs, die live in einer Halle um einiges rockiger rüberkommen als unter freiem Himmel. Die Sunset Sons legen sich aber auch mächtig ins Zeug, Sänger Rory Williams verlässt zwischendurch die Bühne und rockt im Publikum weiter. Nun wird mir auch klar, was die Band mit ihrer Aussage in einem Interview mit dem Londoner „Evening Standard“ gemeint hat:

„We surf, but we’re no cheesy surfer band“.

Also keine schnulzige oder trashige 08/15-Band, sondern offenbar handelt es sich hierbei wirklich um Rock, ganz klassisch gitarren- und schlagzeuglastig – mir gefällt’s sehr gut. Und auch der Rest des Publikums scheint begeistert zu sein. Zu sehen an der offensichtlichen Zielgruppe. 16 bis 20jährigen Mädels. Und ich. Das ist okay. Ich fühle mich trotzdem wohl. 🙂 Trotz Begeisterung vieler habe ich den Eindruck, dass ruhig mehr Fans tanzen könnten. Aber in der Kantine ist es sehr voll. Und sehr warm.

Insgesamt verläuft das Konzert aber weiter dynamisch, ein Song folgt auf den anderen. Keine großen Reden, was ich bei Konzerten sehr schätze. Auch das hymnenhafte „Somewhere Maybe“ kommt lauter daher als ich es kenne. Höhepunkt der Show ist definitiv die Zugabe mit „On The Road“, ein Song der wohl als Soundtrack zur Tour zu verstehen ist. Die Band gibt nochmal alles und veranstaltet ein große Party auf der Bühne, die sie im Anschluss verschwitzt mit einer Verbeugung beenden.

In jedem Fall haben die Sunset Sons mit diesem Auftritt nochmal gewonnen. Ich hoffe und gehe fest davon aus, dass wir noch einiges von ihnen hören werden. Chapeau!


Song des Tages:
Little May – Boardwalks

 

{I don’t wanna survive, I want a wonderful life} Brian Fallon – LMH, Köln (19.04.2016)

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Ein bisschen gealtert ist er, der gute Herr Fallon. Kein Wunder, er ist ein fleissiger Musiker, der sich in den letzten Jahren kaum Pausen gegönnt hat. Alben und Touren mit seiner Band The Gaslight Anthem, Nebenprojekte wie die Horrible Crowes und The Revival Tour und jetzt sein erstes Soloalbum „Painkillers“. Solange er also stimmlich nicht nachlässt, schaue und höre ich ihm an diesem Abend mehr als gerne zu. Er trägt ein Karohemd und ist, wie so oft, gut drauf. Der Mann hat einfach Bock zu spielen. Bei meinem letzten The Gaslight Anthem-Konzert vor einigen Jahren war ich schon fasziniert von der Spielfreude des Amerikaners. Brian Fallon strahlt beim Singen wie ein Honigkuchenpferd und freut sich über seine Fans. Selten sowas gesehen.

Umso trauriger sind die Resonanzen des Publikums. Kein lautes Jubeln als der Vollblutmusiker die Bühne betritt. Er scheint leicht irritiert zu sein, bleibt aber durchaus charmant. Leider musste ich das schon zu oft beobachten. Kölner Konzertpublikum ist… schwierig. Es gibt also leisen Applaus als Mr. Fallon mit „Nobody Wins“ startet und ohne große Show mit „Rosemary“, „Among Other Foolish Things“ und dem Horrible-Crowes-Song „Sugar“ fortfährt. Ich liebe seine unverkennbare Stimme! Und so langsam wissen wohl auch die Menschen um mich herum, warum sie eigentlich hier sind. Die Stimmung lockert auf als er beginnt von seiner zwickenden „british underwear“ zu erzählen und sich zwanglos mit den Fans vor der Bühne unterhält. Dieser Typ erinnert nicht nur musikalisch an Bruce Springsteen, er ist auch ebenso sympathisch. Wenn nicht sogar noch sympathischer! 🙂

Auch die Setlist gefällt. Eine gelungene Mischung aus dem „Painkillers“-Album und einigen Stücken der Horrible Crowes. Ein kleines Highlight ist Fallons neu arrangiertes Cover „Teenage Dream“ von Katy Perry. Sehr gefeiert habe ich zwei fantastische Stücke vom neuen Album. Und zwar das melancholische „Steve McQueen“ und „A Wonderful Life“.

Einen Wermutstropfen gab es aber dann doch noch:
Das Konzert wurde vom hübschen, gemütlichen Gloria in die unschöne Live Music Hall verlegt. Wirklich schade. So oft kaufte ich Tickets fürs Gloria und immer – bis auf ein einziges Mal! – wurde verlegt. Für Brian Fallon spielte das keine Rolle. Das Haus war voll. Hätte das Publikum insgesamt anders reagiert, wäre das Konzert eine absolut runde Sache gewesen. Ich würde immer wieder hingehen!


Song des Tages:
Brian Fallon – Smoke

Bunt in der Nacht: Mein Berlin.

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In Berlin habe ich viel gelernt. Vor allem über mich selbst. Denn ich kann behaupten, einen Ort gefunden zu haben, mit dem ich mich von Anfang an verbunden fühlte und bis heute immer wieder das gute Gefühl habe, dass diese Stadt für immer und ewig für mich da sein wird. Komme was da wolle. Das mag alles furchtbar pathetisch klingen, aber mein kleines Herz springt nunmal, wenn es nach Berlin kommt. Es gibt keinen besseren Ort. Mit Berlin verbinde ich wichtige Menschen und mit ihnen so viel Melancholie. Meistens im positiven Sinne. Ich habe in dieser Stadt wild getanzt, war nicht nur einmal unheimlich betrunken, habe mich in Ecken verlaufen, die sich als wunderbar entpuppten, extrem viel gelacht, war oft tief beeindruckt, hin und wieder ziemlich aufgeregt, habe die Nacht zum Tag gemacht, war sentimental, voller (Vor)Freude oder auch traurig. Kurzum: Hier ist viel passiert. Auch deswegen hängen an vielen verschiedenen Plätzen ein Haufen Erinnerungen. Ich möchte ein Buch darüber schreiben! 🙂 „Bunt in der Nacht: Mein Berlin.“ weiterlesen

EDIT.

Ich mag keine ersten Sätze. Das sind die schwierigsten. Es ist das Gleiche wie bei Büchern. Gefallen die ersten Sätze nicht, ist man geneigt das Buch gleich wieder wegzulegen, weil es einen womöglich nicht sofort packt. Wie oft schon habe ich diesen Gedanken auf den darauffolgenden Seiten bereut. Ich hoffe, Euch ergeht es auf meinem Blog nicht anders. Ich möchte hier nur über Dinge schreiben, die mich auch WIRKLICH interessieren und bewegen. Kein Gedöns, hinter dem ich nicht stehe. Ein kleiner Rückzugsort für mich und meine Gedanken und den Spass an der Sache.

Jetzt also WordPress. Ich habe es mir nicht leicht gemacht, habe hin und her überlegt, ob der Schritt einen Sinn ergibt und bin letztendlich zu dem Schluss gekommen: JA. Ich habe nach einigen Jahren die Google-Blogger-Plattform verlassen und kehre zu Altbewährtem zurück. Der Blogname ist allerdings geblieben. Warum? Manchmal kann ich mich eben nur schwer von liebgewonnenen Dingen trennen. Außerdem verbinde ich damit eine Lieblingsband (naaaa? =) ). WordPress hat mir jedoch nur eine leicht abgewandelte Form zur Verfügung stellen können – jellaonfire anstatt jellaisonfire. Nehme ich aber gerne in Kauf.

Und doch werde ich den alten Blog ein wenig vermissen, habe ich doch viel Zeit und Liebe investiert. Trotzdem war die Veränderung notwendig. Vermutlich habe ich mit meinen CSS- und HTML-„Kenntnissen“ zu viel im bisherigen Blog zerstört und hätte ohnehin von vorne beginnen müssen. Ich freue mich auf neue Möglichkeiten und möchte mich hier weiterhin verausgaben – manchmal kommt das Leben in seiner vollen Pracht dazwischen, das kennen wir alle, aber ohne schreiben geht’s irgendwie nicht. Und ohne Musik ist es übrigens auch kacke. Kann losgehen!

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Song des Tages: OK KID – Blüte dieser Zeit