{I don’t wanna survive, I want a wonderful life} Brian Fallon – LMH, Köln (19.04.2016)

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Ein bisschen gealtert ist er, der gute Herr Fallon. Kein Wunder, er ist ein fleissiger Musiker, der sich in den letzten Jahren kaum Pausen gegönnt hat. Alben und Touren mit seiner Band The Gaslight Anthem, Nebenprojekte wie die Horrible Crowes und The Revival Tour und jetzt sein erstes Soloalbum „Painkillers“. Solange er also stimmlich nicht nachlässt, schaue und höre ich ihm an diesem Abend mehr als gerne zu. Er trägt ein Karohemd und ist, wie so oft, gut drauf. Der Mann hat einfach Bock zu spielen. Bei meinem letzten The Gaslight Anthem-Konzert vor einigen Jahren war ich schon fasziniert von der Spielfreude des Amerikaners. Brian Fallon strahlt beim Singen wie ein Honigkuchenpferd und freut sich über seine Fans. Selten sowas gesehen.

Umso trauriger sind die Resonanzen des Publikums. Kein lautes Jubeln als der Vollblutmusiker die Bühne betritt. Er scheint leicht irritiert zu sein, bleibt aber durchaus charmant. Leider musste ich das schon zu oft beobachten. Kölner Konzertpublikum ist… schwierig. Es gibt also leisen Applaus als Mr. Fallon mit „Nobody Wins“ startet und ohne große Show mit „Rosemary“, „Among Other Foolish Things“ und dem Horrible-Crowes-Song „Sugar“ fortfährt. Ich liebe seine unverkennbare Stimme! Und so langsam wissen wohl auch die Menschen um mich herum, warum sie eigentlich hier sind. Die Stimmung lockert auf als er beginnt von seiner zwickenden „british underwear“ zu erzählen und sich zwanglos mit den Fans vor der Bühne unterhält. Dieser Typ erinnert nicht nur musikalisch an Bruce Springsteen, er ist auch ebenso sympathisch. Wenn nicht sogar noch sympathischer! 🙂

Auch die Setlist gefällt. Eine gelungene Mischung aus dem „Painkillers“-Album und einigen Stücken der Horrible Crowes. Ein kleines Highlight ist Fallons neu arrangiertes Cover „Teenage Dream“ von Katy Perry. Sehr gefeiert habe ich zwei fantastische Stücke vom neuen Album. Und zwar das melancholische „Steve McQueen“ und „A Wonderful Life“.

Einen Wermutstropfen gab es aber dann doch noch:
Das Konzert wurde vom hübschen, gemütlichen Gloria in die unschöne Live Music Hall verlegt. Wirklich schade. So oft kaufte ich Tickets fürs Gloria und immer – bis auf ein einziges Mal! – wurde verlegt. Für Brian Fallon spielte das keine Rolle. Das Haus war voll. Hätte das Publikum insgesamt anders reagiert, wäre das Konzert eine absolut runde Sache gewesen. Ich würde immer wieder hingehen!


Song des Tages:
Brian Fallon – Smoke

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